Bernsteinwanderung Markus Zohner

Unterstützt vom Verein „Die Österreichische Bernsteinstraße“

Auf seiner über 4.000 km langen Wanderung von Venedig nach St. Petersburg hat der Schweizer Künstler Markus Zohner Anfang Oktober 2009 sein Ziel erreicht. Der Theaterregisseur, Schauspieler, Schriftsteller und Fotograf hat auf seiner Fußreise von Venedig nach St. Petersburg einen alten Handelsweg neu entdeckt, der vergleichbar mit der Seidenstraße Länder und Kulturen miteinander verbindet: die BERNSTEINSTRASSE.

Am 16. Dezember 2008 ist Markus Zohner in Venedig aufgebrochen und hat in den vergangenen neun Monaten Italien, Slowenien, Ungarn, Österreich, die Tschechische Republik und Polen durchwandert. Nach einer Pause in Danzig ist er weiter auf der Bernsteinstraße in Richtung Kaliningrad, Litauen, Lettland und Estland gewandert und hat dann Anfang Oktober St. Petersburg, sein Ziel, erreicht.

Motiviert war die Wanderung vor allem durch die Frage „Was bedeutet es, ein Mensch zu sein?“ Markus Zohner meint: „Wir leben in einer Gesellschaft, in der man so viele Dinge zu brauchen scheint und besitzen muss. Dabei genügt es, Essen, Kleidung und ein Bett zu haben. Und natürlich andere Menschen, man ist auf sie angewiesen – auf ihre Offenheit, ihre Freundlichkeit, ihre Hilfe. Durch die Reise habe ich gelernt, anders zu leben. Maschinen – wie z.B. auch Autos geben uns eine gewisse Arroganz. Ist man zu Fuß unterwegs, wird der Aktionsradius kleiner. Mehr als 50 km pro Tag ist zu Fuß nicht zu schaffen. Man nimmt dadurch alles viel intensiver wahr: Landschaften, Menschen, Begegnungen, …“

Der Verein hat das Projekt „Die Wieder-Entdeckung der Bernsteinstraße“ von Beginn an unterstützt. Die Geschäftsführerin Elisabeth Schiller organisierte gemeinsam mit dem Österreichischen Honorarkonsulat einen offiziellen Empfang in St. Petersburg am 9.10.2009. Der Empfang fand in den frisch-renovierten Räumen der Residenz des Schweizer Konsulats im Zentrum St. Petersburgs statt. Der Schweizer Generalkonsul Ernst Steinmann, der erst vor einem Monat in St. Petersburg eingetroffen ist,  konnte auf die perfekt deutsch-russisch sprechende erfahrene österreichische Honorarkanzlerin Tatiana Schwarzkopf zählen, die für den Empfang wichtige russische Medien eingeladen hatte. An die 20 JournalistInnen folgten der Einladung. Ein großer russischer TV-Sender filmte den Empfang und Markus Zohner – der Beitrag ist auf www.5-tv.ru/news/23334 zu sehen.

Obmann, Bürgermeister, 2. LPräs. Herbert Noworadsky überreichte Gastgeschenke und als besonderen Gag einen Rucksack an Markus Zohner, für den Fall dass er die Bernsteinstraße wieder „nach Hause“ gehen möchte.

Buch erschienen!

Das Buch über die Reise wurde Ende November in München präsentiert,  die 1. Foto-Ausstellung über „Die Wieder-Entdeckung der Bernsteinstraße“ ist für Anfang Mai 2010 auf Schloss Jedenspeigen im Weinviertel/NÖ geplant. Anschließend soll die Ausstellung in Österreich (Wien, Burgenland), aber auch ins Ausland (Italien, Tschechien, Polen, …) wandern.

Der Verein „Die Österreichische Bernsteinstrasse“

… unterstützte den Künstler Markus Zohner maßgeblich bei der Routenplanung seines Fußmarsches von Venedig nach St. Petersburg.

Die Recherche und Zusammenführung der einzelnen Straßendokumentationen übernahm der langjährige Experte des Vereins, DI Richard Resch. Dieser führte die Einzelpuzzles zu einer mit dem GPS des Reisenden kompatiblen Karte in google.maps zusammen.

Die Vorausplanung der Route war nicht einfach: der exakte Verlauf der Bernsteinstraße ist nur von Venedig nach Aquileia und weiter nach Ljubljana, Celje, Ptuj, Szombathely, Sopron, Neusiedlersee und Carnuntum einigermaßen exakt nachvollziehbar. So wie im Mittelburgenland existieren hier noch Reststücke der historischen Römerstraßen. Von der Donau nordwärts ins Weinviertel, über Tschechien nach Polen und ins Baltikum werden teilweise von Fundstellen belegte Routenführungen nachgewiesen.

Der Verein war es auch, der zu Beginn der Reise zwischen der Online-Ausgabe der Tageszeitung „Der Standard“ und dem Künstler Markus Zohner den Kontakt herstellte. Markus Zohner schrieb während seiner neunmonatigen Fußwanderung 42 Weblog-Beiträge auf www.derstandard.at/?ressort=dieReise. Über 42.000 Zugriffe konnten verzeichnet werden.

Viele der Texte und Fotos, die Markus Zohner bloggte, finden sich in diesem Buch wieder.

Den 1.000 km legte Markus Zohner – entgegen seiner Berechnung – exakt beim Eintreffen zur Pressekonferenz des Vereins in Palterndorf-Dobermannsdorf (NÖ) zurück. Ein Team des regionalen Fernsehens (ORF) drehte einen kurzen Beitrag über das Projekt „Die Wieder-Entdeckung der Bernsteinstraße“.

In Österreich wurde der Künstler auf seinen vielen Stationen tatkräftig unterstützt: Führung durch die Stadt, das Museum, Einladungen zum Essen und auch Übernahme von Nächtigungen waren für BürgermeisterInnen und MuseumsleiterInnen selbstverständlich. Der „Verein zur Erhaltung der Römischen Bernsteinstraße“ im Burgenland unterstützte das Gesamtprojekt.

Durch die europaweiten Kontakte, die in einem von der EU geförderten Projekt (R.O.M.E.) in der Vergangenheit aufgebaut wurden, konnten wertvolle Informationen und vor allem Kontaktpersonen für abschnittsweise Unterstützung des Projektes „Die Wieder-Entdeckung der Bernsteinstraße“ durch Markus Zohner, eingebracht werden.

Die Reise in Zahlen:

4.060,5 km         12 Länder           280 Tage oder 9 Monate     

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Kontakt für Rückfragen:

Verein „Die Österreichische Bernsteinstraße“, Elisabeth Schiller

Email: info@bernsteinstrasse.net; Tel. +43 (0) 676 3838525